Was sind erneuerbare Energien – kurz erklärt
Erneuerbare Energien (auch: regenerative Energien) sind Energiequellen, die sich auf natürlichem Weg immer wieder erneuern – und damit, anders als Kohle, Öl oder Gas, praktisch unerschöpflich sind. Dazu gehören Sonnenenergie (genutzt über Photovoltaik (PV)-Anlagen oder Solarthermie), Windenergie, Wasserkraft, Geothermie (Erdwärme) und Bioenergie aus Biomasse wie Holz, Pflanzenölen oder organischen Abfällen. Bei ihrer Nutzung entstehen kaum direkte Treibhausgasemissionen – der größte Unterschied zur Verbrennung fossiler Brennstoffe. Im Jahr 2025 stammten in Deutschland bereits 55,1 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Bis 2030 soll dieser Anteil laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf mindestens 80 Prozent steigen.
Tiefer einsteigen
Wissenschaftlich werden erneuerbare Energiequellen nach ihrer Ursprungsform unterschieden: solare Strahlung (Solar, Wind, Wasserkraft, Biomasse), geothermische Energie (Erdwärme) und Gezeitenkraft. Im Unterschied zu fossilen Energieträgern werden bei ihrer Nutzung keine über Millionen Jahre gespeicherten Kohlenstoffvorräte freigesetzt. Damit spielen sie eine Schlüsselrolle für die Energiewende und den Rückgang von Treibhausgasemissionen.
Ein wichtiger Vorbehalt: „erneuerbar” ist nicht automatisch gleich „nachhaltig”. Biomasse-Energieerzeugung kann – je nach Anbau und Herkunft – mit Landnutzungskonflikten, Abholzung oder hohem Wasserverbrauch verbunden sein. Auch die Produktion von Solarpanelen und Windkraftanlagen erfordert Rohstoffe und Energie. Ob die Energiewende global gerecht gestaltet wird – also auch Länder und Gemeinschaften mit geringem Einkommen erreicht, die historisch am wenigsten zu den Treibhausgasemissionen beigetragen haben – ist eine der drängendsten offenen Fragen der Klimagerechtigkeit.
Quelle: Umweltbundesamt (AGEE-Stat), Erneuerbare Energien in Zahlen – Daten 2025, März 2026.
Verwandte Begriffe
Energiewende · Fossile Energieträger · Treibhausgasemissionen · Photovoltaik · Klimagerechtigkeit



