Klima & Erde

Fossile Subventionen

Fossile Subventionen bezeichnen staatliche Unterstützung, die den Verbrauch oder die Förderung von Kohle, Öl und Gas günstiger macht, sei es durch direkte Zuschüsse, Steuervergünstigungen oder schlicht dadurch, dass Umwelt- und…

2 Min. LesezeitAktualisiert am 28.09.2026

Einfach erklärt

Fossile Subventionen bezeichnen staatliche Unterstützung, die den Verbrauch oder die Förderung von Kohle, Öl und Gas günstiger macht, sei es durch direkte Zuschüsse, Steuervergünstigungen oder schlicht dadurch, dass Umwelt- und Gesundheitsschäden nicht in den Preis eingerechnet werden. Das Ergebnis: Fossile Energie wirkt künstlich billiger, als sie tatsächlich ist.

In Deutschland summierten sich umweltschädliche Subventionen laut Umweltbundesamt 2018 auf mindestens 65,4 Milliarden Euro, fast die Hälfte davon entfiel auf den Verkehrssektor, etwa durch die günstigere Besteuerung von Diesel gegenüber Benzin, das sogenannte Dieselprivileg. Bemerkenswert: Statt zu sinken, stiegen die Subventionen im Verkehr zwischen 2012 und 2018 sogar an, obwohl Deutschland sich klimapolitisch zum Gegenteil verpflichtet hatte.

Global ist die Dimension noch größer: Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezifferte die weltweiten fossilen Subventionen zuletzt auf rund 7 Billionen Dollar jährlich, etwa 7 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.


Ausführlich erklärt

Der IWF unterscheidet zwischen expliziten Subventionen, direkten Zahlungen oder Steuererleichterungen, und impliziten Subventionen, nicht eingepreisten Folgekosten wie Klimaschäden, Luftverschmutzung oder Gesundheitskosten. Über 90 Prozent der weltweiten fossilen Subventionen fallen laut IWF in die implizite Kategorie: Der Preis an der Zapfsäule oder Gasrechnung spiegelt schlicht nicht wider, was die Nutzung tatsächlich kostet, den Rest zahlt die Allgemeinheit, etwa über Gesundheitssystem oder Klimafolgeschäden.

Deutschland hatte sich bereits 2009 auf G20-Ebene verpflichtet, klimaschädliche Subventionen mittelfristig abzubauen, mit 2025 als politisch diskutiertem Zieljahr, das laut mehreren Analysen verfehlt wurde. Kritiker*innen wie die Deutsche Umwelthilfe argumentieren, der Abbau sei nicht nur klimapolitisch sinnvoll, sondern auch fiskalisch: Wegfallende Subventionen könnten direkt in Klimaschutzmaßnahmen oder sozialen Ausgleich fließen, statt fossile Energieträger indirekt konkurrenzfähiger zu machen als erneuerbare Alternativen.

Quelle: Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen in Deutschland / SRF: IWF-Studie zu weltweiten fossilen Subventionen

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Ich habe ihn selbst geprüft und verantworte als Inhaber den Inhalt. Mehr zur KI-Nutzung

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