Tierschutz

Trophäenjagd

Trophäenjagd bezeichnet die Jagd auf Wildtiere, bei der nicht das Fleisch, sondern ein Körperteil als Erinnerungsstück im Vordergrund steht, meist Geweih, Fell, Kopf oder Schädel.

2 Min. LesezeitAktualisiert am 08.10.2026

Einfach erklärt

Trophäenjagd bezeichnet die Jagd auf Wildtiere, bei der nicht das Fleisch, sondern ein Körperteil als Erinnerungsstück im Vordergrund steht, meist Geweih, Fell, Kopf oder Schädel. Besonders umstritten ist die Jagd auf sogenannte „Big Five“ wie Löwen, Elefanten oder Nashörner, die vor allem im südlichen und östlichen Afrika angeboten wird und deren Trophäen anschließend legal in andere Länder importiert werden dürfen.

Auch Deutschland ist Zielland: Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage genehmigte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025 allein 40 Einfuhren von Trophäen streng geschützter Arten wie Gepard, Leopard oder Breitmaulnashorn sowie 80 weitere Einfuhren von Arten wie Löwe, Elefant und Flusspferd. In den vergangenen drei Jahren wurde dabei kein einziger Antrag abgelehnt.

Rechtlich möglich ist das, weil bestimmte Bestände dieser Arten unter Auflagen bejagt werden dürfen, etwa über Quoten. Kritisiert wird vor allem, dass viele Trophäen aus sogenannten Zuchtfarmen stammen, in denen Tiere gezielt für die Jagd aufgezogen werden, ein Vorgehen, das international als „Gatterjagd“ bekannt ist und mit echtem Artenschutz wenig zu tun hat.


Ausführlich erklärt

Die Debatte um Trophäenjagd ist komplizierter, als sie oft dargestellt wird. Befürworter*innen regulierter Jagd, darunter auch Teile der internationalen Naturschutz-Community, argumentieren, dass die hohen Gebühren zahlungskräftiger Jäger*innen in einigen Regionen einen Teil der Schutzgebiets-Finanzierung sichern und lokalen Communities Einnahmen verschaffen, die sonst fehlen würden. Diese Position wird kontrovers diskutiert: Die IUCN Ethics Specialist Group, eine Expert*innengruppe der Weltnaturschutzunion, hat die Bundesregierung dagegen aufgefordert, Trophäenimporte aus ethischen, ökologischen und rechtlichen Gründen zu beenden.

Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Praxis der Zuchtfarmen: 2025 stammten laut Recherchen der Organisation Pro Wildlife rund 96 Prozent der nach Deutschland importierten Löwentrophäen aus solcher Gatterjagd, bei der Tiere in eingezäunten Gehegen aufgezogen und quasi ohne Fluchtchance geschossen werden. Für den Artenschutz hat das keinen belegbaren Nutzen, da keine wildlebende Population gestützt wird. Die zentrale Frage bleibt deshalb weniger, ob Jagd grundsätzlich reguliert werden kann, sondern unter welchen Bedingungen sie wirklich dem Artenschutz dient und wann sie ihm nur den Anschein davon gibt.

Quelle: Deutscher Bundestag: Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Arten / Pro Wildlife: Trophäenjagd-Importe auf Rekordniveau

Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Ich habe ihn selbst geprüft und verantworte als Inhaber den Inhalt. Mehr zur KI-Nutzung

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