Waschmaschinenfilter (Mikroplastik)


Kompakt erklärt

Bei jedem Waschgang lösen sich aus synthetischer Kleidung wie Fleece, Polyester oder Elasthan winzige Kunstfaserfasern, die durchs Abwasser in Flüsse und Meere gelangen. Schätzungen zufolge entstehen dabei pro Waschgang rund 700.000 Mikroplastikfasern, die herkömmliche Kläranlagen nur teilweise herausfiltern können.

Waschmaschinenfilter setzen genau hier an: Sie fangen die Fasern direkt am Abwasserschlauch der Maschine auf, bevor sie überhaupt ins Abwassersystem gelangen. Frankreich ist das erste Land weltweit, das solche Filter gesetzlich vorschreibt: Seit Januar 2025 müssen alle neu verkauften Waschmaschinen im Land serienmäßig mit einem Mikrofaserfilter ausgestattet sein, geregelt im „Loi AGEC“ (Gesetz gegen Verschwendung und für Kreislaufwirtschaft).


Für Neugierige

Dass ausgerechnet Frankreich hier vorangeht, zeigt, wie unterschiedlich Länder das Thema Mikroplastik regulatorisch angehen: Während andere Staaten auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Hersteller setzen, macht Frankreich den Filtereinbau zur Pflicht für alle neu verkauften Geräte, unabhängig von Marke oder Preisklasse. Rund 2,7 Millionen Waschmaschinen werden dort jährlich verkauft und sind damit von der Regelung betroffen.

Für bereits vorhandene ältere Waschmaschinen gibt es inzwischen Nachrüstlösungen: externe Filter oder spezielle Waschbeutel, die Kleidungsstücke beim Waschen umschließen und Faserabrieb reduzieren. Wie wirksam einzelne Filtertypen tatsächlich sind, wird in unabhängigen Tests noch uneinheitlich bewertet, ein Forschungsfeld, das mit der wachsenden gesetzlichen Regulierung an Bedeutung gewinnt.

Quelle: watson.de: Waschmaschinen dürfen in Frankreich ab 2025 nur noch mit Mikrofaserfilter laufen


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